Rückenschmerzen – was tun?

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Rückenschmerzen sind, nach Infektionen des Atemtrakts, der häufigste Grund für Arztbesuche in Deutschland. Ungefähr 70% aller Deutschen leiden im Jahr unter Rückenschmerzen, davon sind ca. 20% chronische Rückenschmerzen. Die meisten Beschwerden treten dabei im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Der Ausspruch „Entschuldigen Sie, ich habe Rücken!“ von Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer hat inzwischen Kultstatus erreicht.

ckenschmerzen lassen sich in drei Kategorien einteilen. Es gibt akute Rückenschmerzen, diese dauern weniger als sechs Wochen. Subakute Rückenschmerzen treten sechs bis zwölf Wochen lang auf und als chronische Rückenschmerzen wird alles bezeichnet, dass länger als zwölf Wochen anhält.

Die Art der Schmerzen können einmal spezifisch oder unspezifisch sein. Wobei spezifische Rückenschmerzen einen weitaus geringeren Anteil unter den Rückenschmerzen ausmachen. Unspezifische Rückenschmerzen machen das Gros der Rückenschmerzen aus.

Unter spezifischen Rückenschmerzen versteht man Beschwerden, die auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen sind. Als Beispiel hierfür zählen Bandscheibenvorfälle, Infektionen oder Krebserkrankungen. Bei unspezifischen Rückenschmerzen kann keine klare Ursache für die vorhandenen Schmerzen genannt werden.

Rückenschmerzen sind dir nicht unbekannt und du möchtest etwas dagegen tun, dann melde dich für unseren Präventionskurs TK Rücken Basic an. Nähere Infos hier.

Um besser nachvollziehen zu können, warum der Rücken schmerzt, widmen wir uns kurz dem Aufbau unseres Rückens.

Wirbelsäule

image3Unsere Wirbelsäule besteht aus 24 freien und 2 verwachsenen Wirbeln, sowie 23 Bandscheiben. Die 24 freien Wirbel sind in 7 Halswirbel (Pars Cervicalis), 12 Brustwirbel (Pars Thoracica) und 5 Lendenwirbel (Pars Lumbalis) unterteilt. Die 2 verwachsenen Wirbel bestehen aus Kreuz- (Os Sacrum) und Steißbein (Os Coccygis). Unsere Halswirbel (C1 – C7) und Lendenwirbel (L1 – L5) sind von der Seite betrachtet nach vorne Richtung Brust bzw. Bauch hin gewölbt, dies wird in der Fachsprache als Lordose bezeichnet. Die Brustwirbelsäule, sowie Kreuz- (S1 – S5) und Steißbein sind hingegen nach hinten gekrümmt, dies nennt man Kyphose.

Durch die abwechselnde Lordose und Kyphose wirkt unsere Wirbelsäule wie eine Feder und kann Erschütterungen, die durch die meisten Bewegungen entstehen dämpfen und gleichmäßig auf die gesamte Wirbelsäule verteilen. Dadurch wird unter anderem unser Gehirn vor zu starken Erschütterungen geschützt.

Die einzelnen Wirbel der Wirbelsäule sind durch Bandscheiben von einander getrennt.

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Die Bandscheibe besteht einfach gesagt aus zwei Teilen. Dem äußeren Faserring und dem inneren Gallertkern. Die Bandscheiben kann man sich als Art Wasserkissen vorstellen, welche bei Belastung Flüssigkeit abgibt und in Ruhephasen Flüssigkeit wieder aufnimmt. Der ständige Wechsel von Be- und Entlastung ist wichtig, um unsere Bandscheiben mit Nährstoffen zu versorgen.

Rückenmuskulatur

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Hier wird zwischen primärer und sekundärer Muskulatur unterschieden. Die Primäre Rückenmuskulatur wird auch als autochthone Rückenmuskulatur bezeichnet und befindet sich direkt an der Wirbelsäle. Sie ist äußerlich nicht sichtbar und ist für Stabilität und Beweglichkeit von Bedeutung.

Darüber liegt die Sekundäre Rückenmuskulatur, diese Muskeln sind von außen sichtbar und verbinden Arme, Kopf, Schulterblätter und Brustkorb mit der Wirbelsäule.

Übungen zur Entlastung der Wirbelsäule und zum Kräftigen der Rückenmuskulatur bekommst du in unserem Präventionskurs.

Faszien

Das Fasziengewebe umhüllt alle “Bausteine“ in unserem Körper, wie Muskeln, Knochen und Organe. Dadurch ist das Fasziengewebe maßgeblich an der Formgebung unseres Körpers beteiligt. Bei einseitigen Belastungen oder mangelnder Bewegung kann das Fasziengewebe verkleben. Diese verklebten, filzigen Faszienstrukturen können zu Verspannungen führen und dadurch Rückenschmerzen auslösen.

Wenn du mehr über Faszien wissen willst, findest du hier Informationen in unserem Blog.

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Die Wirbelsäule wird von einem Nervenstrang, dem Rückenmark, durchzogen. Dies befindet sich zwischen den rückwertigen knöchernen Fortsätzen, die kleinen Höcker am Rücken, die man durch die Haut fühlen kann und den Wirbelkörpern. An jedem Wirbel treten Nerven aus der Wirbelsäule aus, diese nehmen Schmerzen wahr, steuern Bewegungen und regulieren die Funktion der umliegenden Organe.

Auf die spezifischen Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfall, Skoliose oder Morbus Bechterew wollen wir in diesem Artikel gar nicht weiter eingehen. Unser Blick richtet sich heute auf leider weitverbreitete und alltägliche Gründe für Rückenschmerzen.

Bewegungsmangel und Alltagsverhalten

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Bewegungsmangel ist ein großes Problem! Unsere Bandscheiben brauchen wie unser Faszien-netzwerk Bewegung um optimal zu funktionieren. Aus anatomischer Sicht sind wir leider keine Jäger und Sammler mehr, sondern zeichnen uns eher durch Bewegungsverweigerung aus. Im Alltag verbringen wir zunehmend mehr Zeit im sitzen, oftmals lässt sich dies berufsbedingt auch gar nicht oder nur sehr schwer vermeiden. Handys setzen unsere Halswirbelsäule unter starke Belastung durch langes Starren auf den Bildschirm. Das Tragen hoher Absätze oder Taschen die nur über eine Schulter gelegt werden, sowie falsches Heben können Rückenschmerzen gleichermaßen begünstigen.

Stress und psychische Faktoren

Stress hat einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung bzw. Chronifizierung von Rückenschmerzen. Grundsätzlich ist Stress nicht negativ, kurzeitig versetzt uns positiver Stress in einen höheren Leistungszustand. Anschließend ist aber eine Ruhephase nötig um uns zu erholen. Bleibt diese Erholung aus, führt das zu verschiedenen negativen Auswirkungen. Am Rücken äußert sich dies zum Beispiel durch einen höheren Spannungszustand der Muskulatur, dies kann zu Verspannungen und Beschwerden führen.

Weitere Informationen zum Thema Rückenschmerzen erhaltet Ihr in unserem neuen Workshop Rückenschmerzen – Was tun?. Mit dem folgenden Video möchten wir euch ein paar Übungen zeigen, mit deren Hilfe ihr eure Rückenschmerzen lindern könnt:

In unserem Präventionskursen erarbeiten wir mit euch effektive Strategien zur Selbsthilfe bei Rückenschmerzen. Ziel ist es ein persönliches Schmerzprofil zu erarbeiten und anhand dessen ein individuelles Trainingsprogramm zu erstellen. Die Übungen des Trainingsprogramm gründen auf neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Darüber hinaus werden euch Selbstmassagetechniken zur Erholung und Entspannung gereizter Strukturen vermittelt. Meldet euch unter 0431-90891818 direkt an oder schickt uns eine Mail an info@fit-kiel.de. Weitere Infos hier.

Wir freuen uns darauf, euch probate Mittel zur Rückenschmerzlinderung zeigen und dadurch helfen zu können.

Euer Fit Team

1 Comment »

  1. Was wirklich hilft……….
    Ich habe fast 10 Jahre lang unter schlimmen (Gelenk)schmerzen gelitten, insbesondere die Kniegelenke und der Rücken waren betroffen.
    Ein Leben mit vielen Einschränkungen, einfach unerträglich….. die Medizin scheint da letztlich ziemlich machtlos zu sein, mir hatte nichts wirklich geholfen. Bis mir eines Tages jemand etwas von OPC erzählte, binnen 12 Wochen waren meine Probleme zu 90 % verschwunden und sind es bis heute . Bis auf leichte Einschränkungen ist alles wieder gut ,es ist wie ein kleines oder eher großes Wunder. Zudem ist OPC die stärkste Antioxidanz der Welt und wirkt stark entzündungshemmend.
    Es gibt allerdings viel „unbrauchbares“ OPC am Markt. Mir hat dieses hier von Amazon wirklich sehr gut geholfen , es ist ein sehr hochwertiges OPC in der richtigen Stärke.
    https://www.amazon.de/OPC133-Robert-Franz-Gl%C3%A4ser-Kapseln/dp/B00KFLA5WW/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=dafsgrg-21&linkCode=w00&linkId=bdc5f96157667265f342373072e861f0&creativeASIN=B00KFLA5WW
    Einfach versuchen, einem Bekannten von mir hat es ebenso geholfen, bei dem war es aber nicht ganz so extrem wie bei mir.
    Gute Besserung !

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