Die Wahrheit über Kohlenhydrate

Bei Kohlenhydraten geht es nicht darum, ob sie allgemein gut oder schlecht sind, sondern viel mehr darum, ob du sie verdient hast. Dies ist abhängig von mehreren Faktoren: Körperfettanteil, Muskelmasse, Trainingsvolumen sowie Schulterblatt- und Hüftfalte. Dabei gilt: je weniger Körperfett, je höher Muskelmasse und Trainingsvolumen, je niedriger deine Hüft- und Schulterblattfalte, desto höher dein Kohlenhydratbedarf.

In diesem Zusammenhang geht es übrigens um klassische Kohlenhydratbeilagen wie Nudeln, Brot, Kartoffeln, Reis etc. Gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten ist in der heutigen Welt schlichtweg unmöglich, außer du ernährst dich ausschließlich von Fleisch, Fisch und Eiern.

Ein Leistungssportler mit 6% Körperfett und einem Trainingsvolumen von 15h+ pro Woche braucht dementsprechend dringend Kohlenhydrate, ein Bürohengst mit 26% Körperfett und Männerbrüsten hingegen nicht.

Da die erste Kategorie auf die Wenigsten von uns zuftrifft folgen hier 4 Gründe, warum du weniger Kohlenhydrate essen solltest

1.Klassische Kohlenhydratbeilagen sind arm an Nährstoffen.

Obwohl Vollkornprodukte und Co. allgemein als gute Ballaststoff- und weiterer Nährstoffquellen gelten, enthalten sie tatsächlich wesentlich weniger verglichen mit Gemüse und Obst. Auf die gleiche Anzahl an Kalorien runtergerechnet enthalten Obst und Gemüse 2 bis 7 Mal so viele Ballaststoffe wie Vollkornprodukte. Zudem haben die löslichen Ballaststoffe, welche in Obst und Gemüsesorten vorkommen einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Weiterhin sind Vollkornprodukte ärmer an Calcium, Magnesium und Kalium. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass sie gleichzeitig Phytinsäure enthalten, welche die Verwertung von Calcium und Zink behindern.

2. Kohlenhydrate machen müde

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung klagt über ein sogenanntes Nachmittagstief, welches direkt nach dem Mittagessen einsetzt – ungünstig, weil im Büro in der Regel noch einiges an Arbeit wartet. Da ist es natürlich naheliegend, dass dieser Umstand direkt mit der Zusammensetzung der Mittagsmahlzeit zusammenhängt. In der Regel gibt es eine Zusammenstellung aus billigem Fleisch oder Fisch mit reichlich Sauce, kaum Gemüse und einer ordentlichen Portion einer Sättigungsbeilage (Nudeln, Kartoffeln, Reis…). Kohlenhydrate haben einen Einfluss auf unser Nervensystem. Sie sorgen für eine vermehrte Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin, welcher für Entspannung und Zufriedenheit zuständig ist – Faktoren, die während der Arbeit nicht von Vorteil sind.

3. Durch weniger Kohlenhydrate verlierst du Körperfett!

Der Konsum von Kohlenhydraten führt sofort zu einem Anstieg deines Blutzuckerspiegels. Dagegen wehrt sich der Körper, indem er vermehrt Insulin ausschüttet. Insulin sorgt erstens dafür, dass dein Körper aufhört Fett zu verbrennen und zweitens dafür, den Zucker aus dem Blut loszuwerden. Bei dem Leistungssportler mit 6% Körperfett würde der Zucker einfach in den Glykogenspeichern (Glykogen = Zucker) der Muskeln landen. Da du allerdings nicht in diese Kategorie fällst und deine Glykogenspeicher aufgrund von wenig Muskeln und wenig Bewegung immer voll sind, wird der Zucker in Fett umgewandelt und in deinen körpereigenen Fettdepots angelagert.

Das bedeutet im Umkehrschluss: isst du weniger Kohlenhydrate, musst du gleichzeitig mehr Kalorien über Eiweiß und Fette zuführen. Diese beiden Makronährstoffe sind im Gegensatz zu Kohlenhydraten einerseits teilweise essentiell (der Körper kann sie nicht selbst herstellen) und andererseits haben sie einen positiven Einfluss auf dein Sättigungsgefühl.

4. Mehr Gesundheit durch weniger Kohlenhydrate!

Alle Weizenprodukte haben einen hohen Anteil an Lektinen. Lektine sind letztendlich Antinährstoffe, welche nach dem Konsum Entzündungsgene im Körper anschalten. Zudem sorgen klassische Kohlendratbeilagen wie weiter oben beschrieben zur vermehrten Anlagerung von Körperfett. Fettzellen produzieren entzündungsfördernde Stoffe, wodurch Menschen mit mehr Körperfett ein höheres Risiko haben, an Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Alzheimer oder Krebs zu erkranken.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate durchaus Vorteile hat und du dir sie verdienen musst.

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